Ab Mitte 2026 soll im Wedding Munition hergestellt werden. Der größte Rüstungsproduzent Deutschlands, Rheinmetall, stellt die Produktion seines Autozulieferers „Pierburg“ am Humboldthain (Scheringstraße 2) in Berlin auf Rüstung um. Bald sollen dort Komponenten für 155-mm-Artillerie-Munition vom Band laufen –
45 kg schwere, tödliche Geschosse. In unserem Kiez, in unserer direkten Nachbarschaft wird dann, zum ersten Mal seit 1945, wieder Munition produziert, die überall auf der Welt Krieg und Zerstörung bringt.

Die hier bald produzierten Munitionsteile werden weltweit exportiert und zum Töten eingesetzt. So setzt das israelische Militär die Panzermunition von Rheinmetall beim Genozid in Gaza ein. Da es sich um die Standard-Panzermunition der NATO-Staaten handelt, führt die Türkei damit Krieg gegen Kurdistan. Auch Saudi-Arabien nutzt seit über 10 Jahren Rüstungsgüter von Rheinmetall im Krieg gegen den Jemen.
Rheinmetall bereichert sich an diesen Kriegen. Der Konzernumsatz lag im letzten Jahr bei 9,75 Milliarden Euro. Der Aktienkurs hat sich in den letzten Jahren verzehnfacht. Durch den Beschluss der Bundesregierung, die Schuldenbremse für Rüstungsausgaben aufzuheben, steigert Rheinmetall seine Profite immer weiter. 

Diese massiven Ausgaben werden durch Kürzungen bei Sozialem, Bildung, Gesundheit, Kultur und Klimaschutz finanziert.  So wurden 2025 ganze 3 Milliarden Euro im Haushalt gestrichen.  Für 2026/2027 plant der Berliner Senat ca. 280 Millionen Euro weniger für den Bereich „Schule, Jugend und Familie“ und 110 Millionen Euro weniger für Kultur ein. Durch die Kürzungen fallen viele Arbeitsplätze weg.

Hunderttausende Menschen sind in Berlin auf die Hilfe von Tafeln angewiesen, jedes vierte Kind in Berlin lebt in Armut und die Zustände an Schulen und Kitas sind katastrophal. Die Finanzierung des Gesundheitssystems wird mit immer höheren Beiträgen auf gesetzlich Versicherte abgewälzt, Erziehende und Pflegende brennen kollektiv aus und Tickets für den öffentlichen Nahverkehr werden von Jahr zu Jahr teurer. Doch statt in die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen zu investieren, setzen die regierenden Parteien auf Aufrüstung.

Miete, Heizung, Lebensmittel – uns reicht das Geld hinten und vorne nicht mehr! 

Während die deutsche Regierung aufrüstet, sind viele in der Bevölkerung dagegen. Vor allem junge Menschen, die aktiv von einer Wiedereinführung der Wehrpflicht betroffen sind, wollen weder töten lernen noch getötet werden. Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft! Wir sterben nicht für ihre Kriege! 

Unser Kiez braucht bezahlbare Mieten und Lebensmittel, gute Sozial- und Gesundheitsvorsorge und echte Möglichkeiten zur Beteiligung. Wir verlangen den Erhalt der Arbeitsplätze im Wedding durch die Umstellung auf eine Produktion, die unsere tatsächlichen Bedürfnisse decken würde. Wir fordern: 500 Milliarden für Gesundheit, Bildung und Soziales!


Wenn du noch Fragen hast melde dich bei uns unter GegenRheinmetallAmHumboldthain@proton.me.


Unser Bündnis


Demo 12.10.25 – Flyer

Impressum
Niklas Graßmann
Linkstreff, Malplaquetstraße 12, 13347 Berlin
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